Die Zahlen sprechen Bände. Nur 35% der Europa-Abgeordneten sind Frauen. Diese Zahl reduziert sich allerdings auf 23%, wenn man einen Blick auf die Nationalparlamente wirft. 22% der staatlichen Regierungspositionen in Europa werden von Frauen eingenommen. In 16 europäischen Ländern sind 90% aller Universitätspräsidenten Männer. Durchschnittlich 9,7% Frauen sitzen in den Aufsichtsräten der 300 einflussreichsten europäischen Konzerne. Also liebe Herren, seien Sie versichert: Europa ist immer noch weitgehend Testosteron-gesteuert.

Apolitische Klatschtanten bei Femibook

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind in Europe weiterhin präsentDie Unterschiede zwischen Mann und Frau sind in Europe weiterhin präsent | Kann das Internet Abhilfe schaffen?Kann demnach das Internet, vollkommen unabhängig von jeglich patriarchaler Gesellschaftsstruktur, zu einem privilegierten Raum für Frauen werden? Zahlreiche feministische Initiativverbände verfolgen diese Strategie. Sie nennen sich Mujeres en red in Spanien, Les Pénélopes in Frankreich oder auch Red Ciudadanias de Europa. Allerdings ist das Internet mitnichten stets das Allheilmittel des Fortschritts.

Just am 8. März 2010 ging Femibook von Belgien aus ins Netz. Dieses Facebook-Format für die exklusive Weiblichkeit droht, das weibliche Geschlecht durch die exponierte Leidenschaft für Mode und Kosmetika auf das Image apolitischer Klatschtanten zu reduzieren. Für The European Women’s Lobby steht außer Zweifel, dass der Weg zur Gleichberechtigung beider Geschlechter über Quoten führt, und zwar spürbar, wie in Dänemark. Dort erfolgt die Zusammensetzung der Aufsichtsräte seit 2004 unter Berücksichtigung der Quotenregel, ein Beispiel, dem Frankreich heute folgt. 2010 - das Quotenjahr?

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